Zu lange Licht beim Keimen

delwans

Chiligrünschnabel
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Hallo zusammen,

Es ist bezüglich der Pflanzen dieses Posts:


ich habe meine Pflanzen bereits eingepflanzt. Sie sind jetzt etwa 4 cm hoch, haben zwei Blätter und zwei weitere kommen gerade nach.
Bis jetzt habe ich ihnen 18 Stunden Licht pro Tag gegeben, aber ich frage mich, ob das vielleicht zu viel ist.

Was würde passieren, wenn ich jetzt den Lichtzyklus auf 12 Stunden Licht / 12 Stunden Dunkelheit umstelle?

Könnte das den Pflanzen schaden oder ihr Wachstum beeinträchtigen, da sie noch so jung sind?

Danke! :)
 
Nein. In Alaska wachsen bei Mitternachtsonne Weltrekordsgemüse heran. Offenbar brauchen Pflanzen keine Nachtruhe....
 
Nein. In Alaska wachsen bei Mitternachtsonne Weltrekordsgemüse heran. Offenbar brauchen Pflanzen keine Nachtruhe....
Danke :)

Das klingt super und beruhigt mich, ich muss aber diese irgendwann raus ins Gewächshaus bringen und da sind keine 18 Stunden Sonne, sondern 12-14... Ich Frage mich, ob die Pflanzen aufgrund der Änderung Stress bekommen können.
 
Bis jetzt habe ich ihnen 18 Stunden Licht pro Tag gegeben, aber ich frage mich, ob das vielleicht zu viel ist.
....ich halte es für übertrieben, zwölf Stunden reichen dicke. Ob die Kleinen 18 Stunden Kunstlicht überhaupt verwerten können hängt natürlich von der Lichtintensität ab, kann man ja messen. PPFD, DLI usw. zum Beispiel mit der Photone-App, grob zumindest....

....bei mir stehen die von 08.00-18.00 einfach auf der Fensterbank, wenn ich wieder zu Hause bin kommen sie noch einmal zwei Stunden unter die Lampe. Verglichen mit den Richtwerten, die so für optimales Wachstum kursieren ist das eigentlich zu wenig Licht für einen Tag, wenn nicht gerade die ☀️ strahlt. Mir persönlich reicht das Wachstum aber aus....
 
Pflanzen benötigen für ihre biochemischen Prozesse eine Ruhepause. Diese Ruhepause ist unabhängig von der Anwesenheit von Licht. Die Photosynthese wird eingestellt. Eine 24 h Beleuchtung führt aber zu Stress und Wachstumsdepression. Im Canabisbereich wird auch nicht über eine 18/6 Beleuchtung hinaus gegangen.
Manche experimentieren mit 20/4, bringt aber kein Gramm mehr.
Es gibt auch Pflanzen die Dunkelheit benötigen um überhaupt in Blüte zu gehen.
Um bei den Chilis zu bleiben!
Zeitrafferaufnahmen beim Wachstum von Rocotos haben gezeigt, das diese vornehmlich nachts wachsen.
Also bei Abwesenheit von Licht.
 
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Richtig. Chilis brauchen definitiv eine Dunkelphase, gerade während der Vorzucht.

Tagsüber:
  • Lichtreaktion → Energie (ATP, NADPH)
  • CO₂-Fixierung
Nachts:
  • Umwandlung der gebildeten Zucker
  • Zellwandaufbau
  • Wurzelwachstum
  • Hormonregulation
Ohne Dunkelphase:
  • Stoffwechsel läuft nicht optimal zyklisch
  • Stresshormone steigen
  • Blätter werden teilweise dicker, aber ineffizienter
  • Deutlich schlechteres Wurzelwachstum - nicht sofort sichtbar, aber genau das, was man in dieser Phase will.
 
Richtig. Chilis brauchen definitiv eine Dunkelphase, gerade während der Vorzucht.

Genau, dann meine Frage wäre. Sollte ich diese 18 Stunden auf 12 reduzieren oder kann das die Pflanzen stressen?


Edith: falsche Post. Bitte ignorieren, ich kann das Kommentar nicht löschen :)
 
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Okay wo wir Alaska schon hatten, würde ich gerne mal auf den Äquator eingehen 😅. Ich denke das kommt unseren Chilis schon etwas näher, was das ursprüngliche Verbreitungsgebiet angeht 😉. Da ist es, über den Daumen, 12 Stunden hell und 12 Stunden dunkel. Ich denke das alles zwischen 12 und 24 Stunden Licht wohl funktionieren wird. Ich hatte in meinem Zelt auch mal ein paar Wochen vergessen die Zeitschaltuhr wieder einzuschalten. Da haben die halt 24 Stunden Licht gehabt und sind trotzdem gewachsen. Ihr emotionales Empfinden kann ich natürlich nicht beurteilen 😅.
Ich würde von beiden extremen aber ein bisschen Abstand halten (nach oben mehr als nach unten). Bei mir bekommen sie 14 Stunden Licht aber 12 sollte auch funktionieren. Am Äquator ist es halt auch nicht länger hell aber meinen gebe ich trotzdem ein bisschen mehr. Das fühlt sich irgendwie richtig an 😅.
Mit Hanf kann man das übrigens nur sehr eingeschränkt vergleichen. Da ist es halt so das die Pflanzen bei einem 12 Stunden Zyklus irgendwann anfangen zu blühen. Längere Beleuchtungszeiten werden dort verwendet um sie davon abzuhalten.
Insgesamt denke ich nicht das deine Pflanzen ein großes Problem mit der Umstellung haben werden. Weglaufen können Sie ja nicht 😅.
Schönen Gruß
Thorsten
 
Ich kann zu dem Thema nicht viel mit Fachwissen und Begriffen um mich schmeißen. Da hast Du ja außerdem schon andere prima Antworten.
Ich halte viel davon die Pflanzen einfach zu beobachten. Und mit den Erfahrungen der Jahre und einem guten Pflanzengefühl das Gesehene dann ins Verhältnis zu setzen... Meine Pflanzen haben mir mit Minderwuchs, eingerollten Blättern und dunkler Verfärbung schon ganz gut gezeigt, wenn ich es mit zu viel Licht übertrieben haben. Hatte ich letztens auch erst. Sie versuchen die Blattfläche zu verringern, um mit dem Lichtstreß klarzukommen. Und durch dunkel überhauchte Blätter und Stiele den Lichteinfall zu reduzieren. Vor allem, wenn es eben auch sehr starkes Licht ist, was sie in dieser Wachstumsphase überfordert. Außerdem denke ich es den Pflanzen anzusehen, wenn es ihnen reicht am Abend - vor allem bei den ganz Kleinen geht das gut - wenn sie die Blätter hochstellen (bei den Keimblättern super zu sehen). Dann mache ich abends das Licht aus. Und schaue auch nicht nach der Uhr. Wird aber so ca. 14 Stunden rum sein. Frühs und abends aber immer so ein halbes Stündchen mit geringerer Lichtstärke "Guten Morgen" & "Guten Abend" sagen... :happy: Aber gerade das letzte ist vollkommen subjektiv und kein Ratschlag. Der Ratschlag ist vielmehr, mehr als Mensch dran zu sein an der Anzucht, als als Maschine, die vermeintlich optimale Bedingungen schafft, aber nicht auf die Pflanzen eingehen kann.
 
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@ghost155
Ich lebe in Meck-Pomm und nicht hinter dem Mond. Wer baut denn heute noch indoor photoperiodische Cannabispflanzen an.
Also in meinem Bekanntenkreis stehen da seit Jahren Automatics unter der Lampe.
Hier bringt mehr Beleuchtung halt mehr Ertrag. Bis zum von @KölnKräuter zitieren Sweet-Spot bzw. dem Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs. Wo dieser Sweet-Spot für Paprikapflanzen liegt kann ich nicht sagen. Bei Cannabis liegt er so bei 18/6.
 
Was würde passieren, wenn ich jetzt den Lichtzyklus auf 12 Stunden Licht / 12 Stunden Dunkelheit umstelle?
Ich denke nichts! Ich würde dir sogar dazu raten. Lange Zeit hatte ich 14h beleuchtet und da hat man den Pflanzen einfach angesehen, dass sie irgendwann genug Licht hatten - manche stellen dann die Blätter auf, andere lassen sie hängen. Unabhängig von der Beleuchtungsdauer ist die Beleuchtungsstärke wie @AbsoluteBeginner bereits erwähnte ein weiterer - wichtiger - Faktor. Ich habe jetzt nicht im Kopf welche Beleuchtung du nutzt und wie diese im Vergleich zu meiner ist. Aber zusammenfassend kann ich sagen, dass ich anfangs viel zu stark und viel zu lange beleuchtet habe und dies dann schrittweise reduziert habe.
 
@dws na du vielleicht nicht aber ich schon 😉😅. Stimmt aber, mittlerweile gibt's die ja auch 🙈😅. Ich vermute mal das mein Bekanntenkreis dann wohl auch älter als deiner sein wird 😉. Die arbeiten alle noch mit Stecklingen 😅.
Schönen Gruß
Thorsten
 
Wenn Chilis nach 14h schon Lichtstress haben, dann ist die Intensität schlicht zu hoch. Daher der Tipp mit der Lichtmessung, selbst die kostenlose Variante per App ist besser als gar keine Messung.
 
Wird aber so ca. 14 Stunden rum sein.

Das passt schon so. Erste Keimlinge erste Woche gerne auch nur 14h, dann eben zwecks Wurzelwachstum 16h und wer sie bis in die späteren Phasen beleuchten will, kann auch auf 18h gehen. Alles unter der Voraussetzung von sinnvoller Beleuchtung die nicht nur senkrecht von oben kommt. Viel wichtiger als ein paar Minuten hin oder her ist a) das Lichtspektrum und b) die Intensität in Lux.
 
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